Erfolgreich im Beruf trotz Krankheit

Das SRH Berufliche Trainingszentrum Rhein-Neckar unterstützt seit 30 Jahren Menschen mit psychischen Problemen dabei, ins Arbeitsleben zurückzufinden.

Depressionen, Burnout, Schizophrenie – psychische Erkrankungen nehmen zu und treffen immer häufiger qualifizierte Fachkräfte. Wie der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse zeigt, sind die Fehlzeiten aufgrund psychischer Probleme seit 2006 um 33 Prozent gestiegen. Häufig folgt der Jobverlust. Im SRH Beruflichen Trainingszentrum Rhein-Neckar (BTZ) werden diese Menschen auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorbereitet. „Wir unterstützen die Menschen dabei, wieder im Beruf Fuß zu fassen. Dabei geht es um fachliche Kompetenz sowie um Belastbarkeit und Selbstvertrauen im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten“, sagt Franz-Thomas Gann, Geschäftsführer des BTZ Rhein-Neckar. Etwa zwei Drittel der BTZ-Absolventen finden einen passenden Arbeitsplatz oder eine Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

In den letzten 30 Jahren haben rund 5.000 Menschen die Angebote des BTZ genutzt. Das wird heute (18.6.) mit einem Festakt gefeiert. „Das BTZ ist ein Erfolgsmodell. Wir haben bereits vier Filialen gegründet und werden weiter in die Ausweitung unseres Angebots investieren“, so Prof. Klaus Hekking, Vorstandsvorsitzender der SRH.

Ein Beispiel ist Kerstin B.: Nach 20 Jahren Arbeit als Groß- und Außenhandelskauffrau in einem Bauunternehmen kam sie nicht mehr mit ihrem Chef zurecht. Dies verschlimmerte ihre bis dahin unproblematische psychische Erkrankung und sie musste ihren Job aufgeben. Nach zwei stationären Behandlungen und einer ambulanten Psychotherapie absolvierte Kerstin B. im BTZ Rhein-Neckar ein 12-monatiges berufliches Training. Psychologen, Sozialpädagogen und berufliche Trainer unterstützten sie bei der beruflichen und sozialen Integration. Sie gewann ihr Selbstvertrauen zurück und war wieder belastbar, was sie in mehreren Praktika zeigen konnte. Nun arbeitet sie wieder als kaufmännische Angestellte in einer Festanstellung.

Die beruflichen Trainings dauern 6 bis 12 Monate und werden von der Arbeitsagentur, den Deutschen Rentenversicherungen oder den Job-Centern/ARGEn finanziert. Im BTZ in Wiesloch und den Filialen Mannheim, Frankfurt/Main, Stuttgart und München stehen insgesamt 300 Teilnehmerplätze zur Verfügung. Die steigende Nachfrage an allen Standorten zeigt, dass immer mehr Menschen unter anderem aufgrund von Leistungsdruck und geringer sozialer Sicherheit seelisch erkranken.

Das Berufliche Trainingszentrum Rhein-Neckar wurde 1980 als Modelleinrichtung gegründet und das Konzept als Grundlage für weitere BTZ in Deutschland, Österreich und der Schweiz übernommen.

Nils Birschmann
Direktor
Kommunikation/Organisation
SRH Holding
Bonhoefferstr. 1
69123 Heidelberg

Fon: +49 6221-8223-158
Fax: +49 6221-8223-126

http://www.srh.de/

Vorstand:
Prof. Klaus Hekking (Vorsitzender)
Hans-Joachim Eucker (Stv. Vorsitzender)
Dr. Thomas Wolfram

Vorsitzender des Aufsichtsrates:

Hans-Otto Walter

SRH Bildung & Gesundheit

Die SRH ist ein führender Anbieter von Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen. Sie betreibt bundesweit private Hochschulen, Bildungszentren, Schulen und Krankenhäuser. Vorstandsvorsitzender ist Prof. Klaus Hekking. Mit 8.000 Mitarbeitern betreut die SRH 250.000 Bildungskunden und Patienten im Jahr und erwirtschaftet einen Umsatz von 600 Mio. €. Zur SRH Kliniken GmbH gehören sieben Krankenhäuser mit 2.800 Betten in Baden-Württemberg und Thüringen. Der Unternehmensverbund steht im Eigentum der SRH Holding, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Heidelberg. Ziel der SRH ist es, die Lebensqualität und die Lebenschancen ihrer Kunden zu verbessern.

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