Faire Entlohnung und Frauen in Führungspositionen

Chancengleichheit bei Gehalt und Karriere motiviert die Belegschaft

Faire Entlohnung und Frauen in Führungspositionen sind die Themen, die Personaler aktuell besonders beschäftigen – so lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie. Gut 80 Prozent der befragten Unternehmen sehen gleiche Entlohnungsstrukturen für Männer und Frauen sowie geschlechtsunabhängige Karrierechancen geeignete Ansatzpunkte zur Steigerung der Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gerade Betriebe mit einem geringen Frauenanteil gaben an, zukünftig Frauen stärker bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen berücksichtigen zu wollen.

Laut der gemeinsamen Umfrage der Logib-D Koordinierungsstelle (Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland) und des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), durchgeführt von der IW Köln Consult GmbH setzen sich viele Personalverantwortliche sich darüber hinaus mit Themen wie Fachkräftesicherung, Demografie und Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinander. Mit Blick auf die am Arbeitsmarkt noch ungenutzten Potenziale hochqualifizierter Frauen verwundert es nicht, dass viele Unternehmen bei der zukünftigen Besetzung von Fach- und Führungspositionen den Blick auf diese Zielgruppe richten. Damit rückt die Chancengleichheit von Frauen und Männern stärker in den Fokus der Unternehmen. Insgesamt ist hierbei eine branchenübergreifende Tendenz zu erkennen: Größere Unternehmen beschäftigen sich eher sich mit diesen Themen als Kleinere.

Die Daten zeigen also, dass Unternehmen in Gender-Themen wie Chancengleichheit bei Karriere und Gehalt wichtige Ansatzpunkte zur Steigerung der Leistungsfähigkeit sehen, die letztlich auch den Erfolg eines Unternehmens beeinflussen können. Vor diesem Hintergrund leistet das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte Programm Logib-D (Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland) einen wertvollen Beitrag. So bietet Logib-D Unternehmen die Möglichkeit, ihre Lohn- und Gehaltsdaten kostenlos hinsichtlich der Ursachen von ggf. bestehenden Lohnunterschieden von Frauen und Männern analysieren zu lassen und sensibilisiert für dieses Thema. Unternehmen können sich noch bis Ende 2012 für diese staatlich geförderte Vergütungsberatung bewerben. Für Unternehmen kann sich insbesondere das Employer-Label „Logib-D geprüft“ als wertvolle Ergänzung bei der Rekrutierung von Fach- und Führungskräften erweisen.

Studie unter http://www.logib-d.de/

Logib-D

 

 

 

Karen vom Wege
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Onlinemarketing
Logib-D Koordinierungsstelle
Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH
Postfach 10 19 42
50459 Köln
Telefon: 0221 4981- 842
Fax: 0221 4981- 99842
Web: http://www.logib-d.de/

Die eingetragene Marke Logib-D steht für „Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland“. Logib-D wendet sich an die betriebliche Praxis und hilft, betriebliche Lösungen für eine faire Entlohnung zu entwickeln. Personalverantwortliche können die Entgeltstrukturen ihres Unternehmens unter Geschlechtergesichtspunkten analysieren. Logib-D wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bereitgestellt und in Zusammenarbeit mit namhaften Partnern aus der deutschen Wirtschaft umgesetzt. Das gesamte Angebot ist für die Unternehmen freiwillig und kostenfrei. Logib-D stellt eine wesentliche Fortentwicklung der Schweizer Ursprungsversion Logib (Logib-CH) dar, die vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann dem Bundesministerium freundlicherweise gratis zur Verfügung gestellt wurde.

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